| Der größte
See Ungarns und Mitteleuropas liegt in der Mitte
Transdanubiens zwischen dem Südstrand des Bakony-Gebirges, dem
Somogyer Hügelland und der Landschaft Mezõföld. Seine Fläche
umfasst 595 km². Seine Länge macht 78 km, seine
durchschnittliche Breite 7,7 km aus (zwischen Balatonliga und
Balatonmádi ist er 12,7 km breit, an der Enge von Tihany nur
1.3 km breit.) Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt
3-3,6 m, mit 12,5 m hat er in der Enge von Tihany seine
tiefste Stelle).
An seiner Nordseite ist der
See bereits wenige Meter vom Ufer entfernt 1,2-2 m tief,
während die Südseite etwa 300-500 m vom Ufer entfernt nur
0,5-0,8 m tief ist.
Der Balaton wird vom Fluss
Zala sowie von 31 ständigen und 20 periodischen Wasserläufen
gespeist. Der Wasserstand des Sees wird von der Schleuse in
Siófok geregelt, die das überflüssige Wasser durch dein Sió
Kanal in die Donau ableitet.
Es herrscht nördlicher bis
nordwestlicher Wind vor, deshalb entstehen an der Nordseite
des Bakony-Gebirges und in den Schilfgebieten des Sees
windgeschützte Streifen. Im Falle von Wind, doch vorallem bei
Sturm entwickelt sich wegen der seichten Wassertiefe ein
gefährlicher, gewaltiger Wellenschlag, am Südufer schlagen
Kammwellen auf.
Der auf das westliche Becken
des Sees wirkende vorübergehnde Druck des Windes versetzt das
stehende Gewässer in Bewegung und dann entsteht in der Enge
von Tihany eine Strömung in das östliche Becken des Sees.
Nimmt die Kraft des Windes
ab, hört die Strömung wieder auf bzw. tritt der ursprüngliche
Wasserstand wieder ein. Durch diese Bewegung des Wassers kann
sogar der Verkehr der kleineren Boote beeinflusst werden.
Der Balaton ist das
wichtigste touristische Gebiet des Segelsports in Ungarn. Den
Sportlern, die hier ständig ihre Segelboote aufbewahren lassen
und den Segeltouristen stehen zahlreiche gut ausgerüstete
Häfen und Jachtklubs zur Verfügung.
Auch die Bootsausflüge am
entlang sind sehr beliebt. Auf dem Balaton dürfen keine von
Verbrennungsmotoren angetriebenen Boote benutzt werden. Die Hilfsmotoren
der kleinen Segelboote dürfen nur in Gefahrensituationen und
bein Auslaufen aus dem Hafen verwendet werden.
Das Schleppen
von Wasserdrachenfliegern ist verboten. Boote und
Wassersportgeräte- ausgenommen die an genehmigten
Wassersportveranstaltungen und am organisierten Training
teilnehmenden Boote sowie die Segelboote mit Segeln von 10 m²
- dürfen nur in den 1,5 km breiten Streifen vom Ufer entfernt
verkehren.
Ohne Begleitung
durch ein Wasserfahrzeug ist es verboten, auf dem Gebiet des
Komitats Somogy 1000 m vom Ufer entfernt, bzw. auf dem Gebiet
der Komitate Vezprém und Zala außerhalb des 500-m-Streifens
vom Ufer entfernt zu baden.
Am Ufer des
Balaton darf man nur an speziell gekennzeichneten Stellen und
auf Campingplätzen zelten. Auf dem See dürfen Segelschiffe
meistens direkt bis in die Nähe des Ufers fahren, die Schiffe
mit Kiel müssen weiter vom Ufer entfernt vor Anker gehen.
Es lohnt sich,
die Dauer der Tour im Falle von Segelschiffen dem Typ
entsprechend zu berechnen. Mit den Ruderbooten, die ein
geschlossenes Verdeck haben, kann man auf dem Balaton sicher
Touren unternehmen, so mit Kajak und Kanu sowie mit den
Ruderbooten vom Typ der "Balatonnusschale".
In jedem Fall
ist es empfehlenswert, einen Spritzschutz zu verwenden. Für
eine Balaton Rundfahrt mit einem Boot müssen 8-10 Tage
gerechnet werden, mit 1-3 Ruhetagen. Zur Durchführung der
großen Rundfahrt - auf dem Kurs Siófok - Enge von Tihany -
Nordufer - Keszthely - Mündung des Flusses Zala - sind 3-5
Tage und 1-3 Ruhetage erforderlich. |