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Jedes Jahr wird im südungarischen
Baja, am zweiten Samstag im Juli, auf mehr als 2.000
Feuerstellen in Kesseln die berühmte Bajaer Fischsuppe
gekocht. Bei dem mittlerweile im Guinnessbuch der Rekorde
verzeichneten Volksfest wird die Paprika gewürzte, feuerrote
Spezialität für rund 20.000 Personen zubereitet. Umrahmt wird
das Koch-Spektakel unter freiem Himmel – dieses Jahr am
Wochenende 9. bis 11. Juli vorgesehen – von
Folklorevorstellungen. Das illustre Wetteifern auf dem
Hauptplatz der Stadt, wo man neben der Kochstelle mit
Feuerholz auch das Anrecht auf eine Biergarnitur mit
entsprechenden Sitzplätzen erwirbt, deren Dekoration und
Tischschmuck vom schlichten Campingambiente bis zur Kerzen
geschmückten edlen Festtafel reichen kann, endet Samstagnacht
mit einem großen Feuerwerk.
Baja (zu Deutsch
Frankenstadt) ist eine Kleinstadt im Süden Ungarns mit rund
40.000 Einwohnern. Sie liegt rund 160 Kilometer von der
Hauptstadt Budapest zwischen der Donau und dem Nebenflüsschen
Sugovica, kurz vor der Grenze zu Kroatien und Serbien. Nach
dem Ende der 160-jährigen türkischen Herrschaft entstanden in
der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Umgebung von
Frankenstadt zahlreiche deutsche Siedlungen. Auch in Baja
selbst leben heute noch so genannte Donauschwaben. Auf dem
Herzstück des Städtchens, dem Szentháromság tér, der
einerseits von der Sugovica, andererseits vom im
Neorenaissancestil gehaltenen Rathaus und einer Reihe
klassizistischer und eklektischer Bürgerhäuser eingerahmt
wird. Mit seinen Donaubrücken für den Bahn- und Straßenverkehr
ist der Sommerurlaubsort ein Verkehrsknotenpunkt und nicht
zuletzt eine blühende kleine Handelsstadt.
Was Hobbyköche
interessieren dürfte: Durch die Vielzahl der fischreichen
Flüsse zählt die ungarische Fischsuppe, für die ausschließlich
Süßwasserarten verwendet werden, zu den beliebtesten Gerichten
im Land der Magyaren – und hat sogar den Rang einer nationalen
Speise.
Die feuerrote
Spezialität gibt es in zahlreichen Varianten, die Städte Baja
und Szeged wetteifern dabei mit ihren Rezepten um den ersten
Platz. Manchmal gehört nur eine, ein anders mal verschiedene
Fischarten (wie etwa Karpfen, Wels und Barsch) dazu. Dann
können die Grundlage – ähnlich wie beim ungarischen Gulasch,
dem Pörkölt – gedünstete Zwiebeln sein oder eine Grundbrühe
aus minderwertigem Kleinfisch. In der Umgebung von Baja fügt
man zudem immer breite Bandnudeln hinzu. In jedem Fall gehört
in eine echte ungarische Fischsuppe roter Gewürzpaprika.
Scharf muss dieser sein, zwar nicht so, dass einem die Tränen
kommen. Dennoch: an "scharf" führt bei der Fischsuppe kein Weg
vorbei. Zur Fischsuppe gibt es frisches Weißbrot und danach
traditionell Quarkfleckerln.
Informationen:
TourInform Baja, H-6500 Baja, Szentháromság tér 5, Tel.:
0036/79/420793, Fax: 0036/79/420792, E-Mail: baja@tourinform.hu.
Quelle: UNGARISCHES
TOURISMUSAMT
Infotelefon: 01805 / 140 150 (€ 0,12/Minute)
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