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Zwei Hellseher treffen sich beim Angeln.
Sagt der eine: "Heute beißen die Fische sehr gut."
"Ja", nickt der andere, "wie im Sommer 2015".
   Fisch, Fische, Fischsuppe – Volksfest in Baja ( Ungarn ) 
 

 
Jedes Jahr wird im südungarischen Baja, am zweiten Samstag im Juli, auf mehr als 2.000 Feuerstellen in Kesseln die berühmte Bajaer Fischsuppe gekocht. Bei dem mittlerweile im Guinnessbuch der Rekorde verzeichneten Volksfest wird die Paprika gewürzte, feuerrote Spezialität für rund 20.000 Personen zubereitet. Umrahmt wird das Koch-Spektakel unter freiem Himmel – dieses Jahr am Wochenende 9. bis 11. Juli vorgesehen – von Folklorevorstellungen. Das illustre Wetteifern auf dem Hauptplatz der Stadt, wo man neben der Kochstelle mit Feuerholz auch das Anrecht auf eine Biergarnitur mit entsprechenden Sitzplätzen erwirbt, deren Dekoration und Tischschmuck vom schlichten Campingambiente bis zur Kerzen geschmückten edlen Festtafel reichen kann, endet Samstagnacht mit einem großen Feuerwerk.

Baja (zu Deutsch Frankenstadt) ist eine Kleinstadt im Süden Ungarns mit rund 40.000 Einwohnern. Sie liegt rund 160 Kilometer von der Hauptstadt Budapest zwischen der Donau und dem Nebenflüsschen Sugovica, kurz vor der Grenze zu Kroatien und Serbien. Nach dem Ende der 160-jährigen türkischen Herrschaft entstanden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Umgebung von Frankenstadt zahlreiche deutsche Siedlungen. Auch in Baja selbst leben heute noch so genannte Donauschwaben. Auf dem Herzstück des Städtchens, dem Szentháromság tér, der einerseits von der Sugovica, andererseits vom im Neorenaissancestil gehaltenen Rathaus und einer Reihe klassizistischer und eklektischer Bürgerhäuser eingerahmt wird. Mit seinen Donaubrücken für den Bahn- und Straßenverkehr ist der Sommerurlaubsort ein Verkehrsknotenpunkt und nicht zuletzt eine blühende kleine Handelsstadt.

Was Hobbyköche interessieren dürfte: Durch die Vielzahl der fischreichen Flüsse zählt die ungarische Fischsuppe, für die ausschließlich Süßwasserarten verwendet werden, zu den beliebtesten Gerichten im Land der Magyaren – und hat sogar den Rang einer nationalen Speise.

Die feuerrote Spezialität gibt es in zahlreichen Varianten, die Städte Baja und Szeged wetteifern dabei mit ihren Rezepten um den ersten Platz. Manchmal gehört nur eine, ein anders mal verschiedene Fischarten (wie etwa Karpfen, Wels und Barsch) dazu. Dann können die Grundlage – ähnlich wie beim ungarischen Gulasch, dem Pörkölt – gedünstete Zwiebeln sein oder eine Grundbrühe aus minderwertigem Kleinfisch. In der Umgebung von Baja fügt man zudem immer breite Bandnudeln hinzu. In jedem Fall gehört in eine echte ungarische Fischsuppe roter Gewürzpaprika. Scharf muss dieser sein, zwar nicht so, dass einem die Tränen kommen. Dennoch: an "scharf" führt bei der Fischsuppe kein Weg vorbei. Zur Fischsuppe gibt es frisches Weißbrot und danach traditionell Quarkfleckerln.

Informationen: TourInform Baja, H-6500 Baja, Szentháromság tér 5, Tel.: 0036/79/420793, Fax: 0036/79/420792, E-Mail: baja@tourinform.hu.

Quelle: UNGARISCHES TOURISMUSAMT
Infotelefon: 01805 / 140 150 (€ 0,12/Minute)

 
 
   
   
 
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